Alto do Malhão

Ein Ausflug zum buddhistischen Zentrum in der Serra de Caldeirão (Serra de Mú)
Sonntag, 24 Januar 2016 | Ausflug

Wir hatten schon von einem buddhistischen Kloster in der Serra nördlich von Loulé gehört, waren aber noch nie dort gewesen. Als wir erfuhren, dass die Algarve Rundfahrt 2016 dort ihr Ziel haben wird, beschlossen wir, uns die Gegend einmal anzusehen. Von Loulé führte uns der Weg nach Salir, von dort entlang des Felsplateaus Rocha da Pena nach Norden in Richtung Alentejo.

Das letzte Stück der Strecke, die auch eine beliebte Route für Radfahrer ist, führt 2,5 km kurvenreich steil bergauf bis zur Höhe von 536m mit einer Steigung von ca. 9%. Wohl wegen des Wahlsonntags – am 24. Januar wurde der neue Staatspräsident gewählt - trafen wir unterwegs nur vereinzelte Radfahrer an.

Oben auf der Höhe hat man einen großartigen Fernblick auf die Hügelkette der Serra bis hinein ins benachbarte Alentejo. Am höchsten Punkt liegt neben einer alten Windmühle das kleine buddhistische Mosteiro de Mú, ein Erholungs-und Meditationszentrum, umgeben von im Wind knatternden bunten Fahnen. Unterhalb des Zentrums wurde 2008 eine Stupa aus rosa Granit errichtet, ein eindrucksvolles buddhistisches Symbol für das erleuchtete Sein. Seiner Umrundung im Urzeigersinn mit einer positiven Einstellung werden im Buddhismus heilende und segensreiche Wirkungen zugeschrieben.

Mehr über die Stupa und die spirituellen Hintergründe erfahren Sie auf der Webseite Stupa – Associação para a Paz no Mundo.

Der Rückweg führt uns über Salir nach Osten in Richtung der alten Nationalstraße EN2 von Faro nach Lissabon. Jetzt im Januar sind wir auf den gut ausgebauten kurvenreichen Straßen fast alleine unterwegs, die mit alten Korkeichen und Eukalyptusbäumen bestanden sind. Der zutage tretende Fels ist ein kupferfarbener Schiefer, der im Sonnenlicht leicht metallisch glänzt. Wir lassen das Örtchen Querençã rechts liegen und fahren bei Barranco do Velho  auf der EN2 einige Kilometer nach Norden bis Cortelha.

Das Gasthaus Casa de Campo Cantinho da Serra ist weithin bekannt für seine typische regionale Küche. Wir bekamen nach kurzer Wartezeit den letzten freien Tisch, dicht gedrängt zwischen lauter Einheimischen. Auf den Tischen standen bereits Teller mit Spezialitäten der Serra: Schinken, Churizo und Käse, dazu selbst eingelegte Oliven und Bauernbrot. Die Speisekarte wurde von Wildgerichten (Wildschwein, Rebhuhn, Hase und Hirsch) dominiert, wir entschieden uns für Leitão da Casa (Spanferkel mit leckeren Bratkartoffeln) und Veado Estufado (eine Art Hirschgulasch mit Kartoffeln), dazu den Hauswein vom Fass. Zum Nachtisch hatte man die Qual der Wahl aus über einem Dutzend hausgemachter Süßigkeiten.  

Gut gesättigt und guter Dinge machten wir uns auf den Heimweg, der uns wieder durch Loulé führte, vorbei am Wahllokal in der Innenstadt mit einer jetzt langen Warteschlange.

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